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Zum Ende der Seite springen Friedensnobelpreis vergeben
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DyingDream   Zeige DyingDream auf Karte DyingDream ist weiblich
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Friedensnobelpreis vergeben Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Der Friedensnobelpreis wurde an Barack Obama vergeben:
News

Was haltet ihr davon? Findet ihr, er hat ihn verdient?
Und welche Menschen würden eurer Meinung nach auch einen Friedensnobelpreis verdienen?
~§~


__________________
Zitat:
"Wir bedauern den tragischen Verlauf und verbleiben mit freundlichen kollegialen Grüßen."

09.10.2009 12:34 DyingDream ist offline E-Mail an DyingDream senden Homepage von DyingDream Beiträge von DyingDream suchen Nehmen Sie DyingDream in Ihre Freundesliste auf
Cerberus   Zeige Cerberus auf Karte Cerberus ist männlich
Höllenhund


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RE: Friedensnobelpreis vergeben Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Unverdient, definitiv.. Der Mensch hat sich dafür m.E. noch gar nicht qualifiziert ..

lg, cerberus

__________________

Vertrauen Sie mir - ich weiß was ich tue !!

Sledge Hammer

09.10.2009 17:29 Cerberus ist offline Beiträge von Cerberus suchen Nehmen Sie Cerberus in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Cerberus in Ihre Kontaktliste ein
cade.   Zeige cade. auf Karte
Haudegen


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Mehr Truppen nach Afghanistan.
Israel baut weiter Siedlungen auf Palästinensergebieten.
Barack Obama wird Friedensnobelpreisträger.

Wie sagte Emiliana Torrini vor kurzem so schön:
'Es könnte schon sein das es Elfen gibt. Ich mein etwas verrückteres als Menschen kann es auf dieser Welt doch nicht geben.'

__________________

"Freedom feels like a first mistake." - John Bramwell

09.10.2009 18:57 cade. ist offline E-Mail an cade. senden Beiträge von cade. suchen Nehmen Sie cade. in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie cade. in Ihre Kontaktliste ein
Disarm
Tripel-As

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Ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen. Schon damals bei der Wahl Obamas hatte ja hier im Forum jemand geschrieben, dass politische Inhalte ja eigentlich gar nicht so wichtig sind und das Nobelpreiskommittee sieht das offebar auch so...

Grundsätzlich ist mir ja dies Verständigungspolitik, die der Obama da versucht mit allen und jeden zu fahren, ganz sympathisch. Nur ist das an sich noch keine Leistung. Zusammenhänge sind komplex, die ganzen Folgen einer Außenpolitik lassen sich häufig erst nach vielen Jahren überblicken und werden selbst dann noch häufig kontrovers bewertet. Ob beispielsweise die derzeitge einigung mit Russland beim Rakenschild den dadurch entstandenen tiefen Riss zwischen Washington und Warschau ausgleicht und im Ergebnis wirklich zu einer friedlicheren Welt führt, lässt sich noch gar nicht abschätzen. Die Polen jedenfalls sind von den Amerikanern, auf die sie bisher große Stücke hielten und denen sie fast blind vertrauten, zutiefst enttäuscht.

Es wäre eine Geste wahrer menschlicher Größe wenn Barack Obama selbst (mit dem Verweis, dass es dazu noch zu früh ist) sich dazu entschließen würde den Nobelpreis abzulehnen.

__________________
Ein Thor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!
10.10.2009 09:33 Disarm ist offline E-Mail an Disarm senden Beiträge von Disarm suchen Nehmen Sie Disarm in Ihre Freundesliste auf
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Themenstarter Thema begonnen von DyingDream
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Aber könnte der Preis ihn nicht auch noch etwas mehr in diese Richtung biegen?
Ich meine mit dieser Ehre hat er nun auch ein Stück mehr Verantwortung und dieser Friedensnobelpreis würde es ihm in Zukunft noch mehr erschweren etwas -gegen- den Frieden zu tun...

Hm... Zumindest würde ich mich persönlich schwerer tun einen Krieg anzuleiern, wenn ich zuvor als eine Art Vorbild für den Frieden geehrt werde...
Hm...

Aber ansonsten teile ich natürlich eure Meinung, dass er den Preis viel zu früh bekommen hat und nicht alle seiner Taten/Gedanken -für- den Frieden sprechen.
~§~


__________________
Zitat:
"Wir bedauern den tragischen Verlauf und verbleiben mit freundlichen kollegialen Grüßen."

12.10.2009 01:08 DyingDream ist offline E-Mail an DyingDream senden Homepage von DyingDream Beiträge von DyingDream suchen Nehmen Sie DyingDream in Ihre Freundesliste auf
Disarm
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Ach, ich glaube schon, dass Obama redliche Absichten hat. Von daher muss er nicht erst "gebogen" werden - er ist schon aufrecht! Nur sind die Probleme, wie gesagt, sehr komplex. Solche simplen schwarz-weiß Schablonen, wie sie der Friedensnobelpreis repräsentiert - hier die Friedensstifter, dort die Kriegstreiber - sind da nicht sonderlich nützlich.

Afghanistan ist ein gutes Beispiel. Obama hat die amerikanischen Truppen dort nicht deshalb verstärkt, weil er "in Wirklichkeit" ein böser Finsterling ist, der den Frieden hasst, sondern weil er sich wirklich und echt eine langfristige Verbesserung der Sicherheitslage dadurch erhofft hatte. (Was ja unabdingbare Voraussetzung für jede Form von Wiederaufbau ist.) Mittlerweile ist er da - mir wiederum sehr sympathisch - etwas skeptischer geworden und verweist seinen Generälen gegenüber darauf, dass über weiter Truppenverstärkungen nachzudenken erst Sinn macht, nachdem man sich über ein schlüssiges politisches Gesamtkonzept klar geworden ist.

Das an sich ist schon eine wichtige Erkenntnis. Als wirklich bedeutenden Friedenstifter könnte ich Obama aber erst dann ansehen, wenn er solch ein Gesamtkonzept nicht nur bereits entwickelt hätte, sondern es auch schon umsetzen würde. Bisher jedenfalls könnte Obama genauso gut auch als "tragischer Held" in die Geschichte eingehen, als jemand, der zwar immer nur das Beste gewollt, aber nichts davon wirklich erreicht hat. Das steht noch völlig offen.

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12.10.2009 13:46 Disarm ist offline E-Mail an Disarm senden Beiträge von Disarm suchen Nehmen Sie Disarm in Ihre Freundesliste auf
DerBoeseWicht
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NYT: Obama weitet "Schattenkriege" aus

Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat einem Zeitungsbericht zufolge von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt "Schattenkriege" gegen Terroristen in Asien und Afrika deutlich verstärkt.

"Was als verdeckter Krieg unter der Bush-Regierung begann, ist unter Präsident Obama ausgeweitet worden", schreibt die "New York Times" am Samstag online. Praktisch keiner der "neuen, aggressiven Schritte" der US-Regierung seien öffentlich geworden.

Konkret habe das Weiße Haus Drohnen-Angriffe in Pakistan verstärkt, Angriffe auf Al-Kaida-Mitglieder in Somalia autorisiert und Grünes Licht für Geheimoperationen aus Kenia heraus gegeben. Gemeinsam mit europäischen Verbündeten seien Terrorgruppen in Nordafrika ausgehoben worden. Das Pentagon habe zudem mit Hilfe von angeheuerten Privatfirmen Geheimdienstinformationen über Verstecke von militanten Extremisten in Pakistan gesammelt. Im Jemen sei eine Militärkampagne gestartet worden, die offiziell nie bestätigt wurde.

Die Zeitung zitiert Regierungsmitarbeiter, die auf die Vorteile eines verdeckten Krieges gegen Al-Kaida und andere militante Gruppen verweisen. Die Erfahrungen in Afghanistan und im Irak seien mit Blick auf die Kosten ernüchternd für Politiker und Wähler. Statt eines "Hammers" setze man nun auf das "Skalpell", sagte im Mai Obamas Spitzenberater im Anti-Terror-Krieg, John Brennan.

Der neue Kurs der Regierung verwandele den US-Auslandsgeheimdienst CIA zunehmend in eine paramilitärische Organisation, schreibt die Zeitung weiter. Das Verteidigungsministerium werde zugleich der CIA immer ähnlicher, weil das Pentagon immer häufiger etwa im Nahen Osten zu Spionagemissionen eingesetzt werde.

(Quelle: http://portal.gmx.net/de/themen/nachrich...kriege-aus.html)

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16.08.2010 07:58 DerBoeseWicht ist offline Beiträge von DerBoeseWicht suchen Nehmen Sie DerBoeseWicht in Ihre Freundesliste auf
DerBoeseWicht
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Acht Jahre später, die zweite und damit letzte Amtszeit von Obama als Präsident der USA endet heute. Hat er rückblickend den Friedensnobelpreis von damals verdient? Meinungen?

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20.01.2017 09:11 DerBoeseWicht ist offline Beiträge von DerBoeseWicht suchen Nehmen Sie DerBoeseWicht in Ihre Freundesliste auf
lizard lizard ist männlich
Haudegen


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Obama wirkt natürlich jetzt direkt neben Trump wie das ungefähr beste, was den USA seit langer Zeit passiert ist und passieren wird.

Ich fand den Nobelpreis für ihn aber von Anfang an nicht sonderlich glücklich gewählt.
Nicht nur, weil er genau so ein Imperialist und Kriegstreiber war, wie alle anderen US-Präsidenten vor ihm. Dass er dazu den Drohnenkrieg mehr oder minder "erfunden" hat macht das ganze nur unangenehmer.

Mir ist aber bei so etwas wie dem Friedensnobelpreis wichtig, dass damit Menschen geehrt werden, die nicht ohnehin schon in einer abgehobenen Position stehen.
Malala Yousafzai ist zum Beispiel eine sehr gute Wahl gewesen.

Irgendwo dazwischen ist dann meiner Meinung nach die Europäische Union. Natürlich ist es eine Errungenschaft der EU den Kontinent in den letzten 70 Jahren so einigermaßen kriegsfrei zu halten. Andererseits sollte das selbstverständlich sein.

Zurück zu Obama: Er hat den Preis für Verdienste um die Diplomatie bekommen. Auch das sollte für ein Staatsoberhaupt selbstverständlich sein. Das muss nicht erst doch einen Preis motiviert oder begründet werden.

Obama hat ne Menge Scheiße gebaut. Aber er wird trotzdem das Beste bleiben, was den USA für lange Zeit passiert sein wird.

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Look around and choose your own ground.
23.01.2017 18:04 lizard ist offline Beiträge von lizard suchen Nehmen Sie lizard in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Obama hat ne Menge Scheiße gebaut. Aber er wird trotzdem das Beste bleiben, was den USA für lange Zeit passiert sein wird.

seltsame Logik

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02.03.2017 12:46 cade. ist offline E-Mail an cade. senden Beiträge von cade. suchen Nehmen Sie cade. in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie cade. in Ihre Kontaktliste ein
DerBoeseWicht
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Schon eine erstaunlich Aussage, da gebe ich Dir recht. Ich denke, dass lizard hier einer nicht nur in Deutschland weit verbreitete Geisteshaltung der "Alternativlosigkeit" Ausdruck verliehen hat. Es ist schon ausgesprochen verblüffend wie parallel die Entwicklung der Lage in den USA zu der in Europa und speziell zu Deutschland ist. Wenn z.B. ca. 50% der Wähler für Hillary Clinton gestimmt haben, die ja für die Fortsetzung der Obama-Politik stand, und gleichzeitig in den Umfragen regelmäßig über 60% der Befragten angegeben haben, dass sie Clinton für unehrlich und unglaubwürdig halten, dann lässt das eigentlich nur den Schluss zu, dass viele nur deswegen Clinton gewählt haben, weil der Gegenkandidat Trump ihnen als ein zweiter Hitler dargestellt wurde. Bei den restlichen 50% der Leute hat diese Darstellung aber nicht wie beabsichtigt zu einer Abwendung von Trump geführt, sondern - ebenfalls verblüffend ähnlich zu der Entwicklung in Deutschland - zu einem Vertrauensverlust in die etablierten Medien.

(Im übrigen bin ich der Meinung, dass Obama zu negativ bewertet wird, sowohl von seinen Gegnern als auch von lizard.)

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02.03.2017 15:26 DerBoeseWicht ist offline Beiträge von DerBoeseWicht suchen Nehmen Sie DerBoeseWicht in Ihre Freundesliste auf
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Seine Gegner kritisieren ihn selbstverständlich. Aber inwiefern bewertet lizard ihn zu negativ? Er hat nur den Drohnenkrieg kritisiert und wie man dem irgendwas positives abgewinnen kann, will mir nicht ganz einleuchten. smile

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02.03.2017 16:22 cade. ist offline E-Mail an cade. senden Beiträge von cade. suchen Nehmen Sie cade. in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie cade. in Ihre Kontaktliste ein
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Naja, ein bisschen weiter ist er schon gegangen:
Zitat:
Nicht nur, weil er genau so ein Imperialist und Kriegstreiber war, wie alle anderen US-Präsidenten vor ihm.
Jeder hat natürlich erstmal seine Meinung und das finde ich auch absolut richtig, aber was mich nicht nur bei Obama sondern generell seit einigen Jahren stört ist, dass immer mehr die Sachlichkeit in den Hintergrund tritt.

Mit dem Drohnenkrieg ist das auch so eine Sache. Natürlich kann man das alles ablehen und es gibt einerseits zumindest einige gute Gründe das Vorgehen der USA kritisch zu beurteilen. Andererseits dürften so ziemlich alle Menschen - mit Ausnahme vielleicht von der Mehrheit der Leuten in einzelnen muslimischen Ländern - der Überzeugung sein, dass der militante Islamismus, der zum Teil auch terroristisch Auftritt, eine gesellschaftliche Kraft ist, der man entgegentreten muss. Hauptsächlich natürlich mit Worten, aber nicht nur, teilweise eben auch unter Einsatz von Zwang mittels Polizei und Gefängnis. Und soweit es das Ausland betrifft in bestimmten Situationen auch durch das Mittel der militärischen Intervention.

Nun ist es aber gerade so, dass die Leute in den USA bei der Wahl von Obama (und auch Hillary Clinton scheint es Stimmen gekostet zu haben, dass sie als Interventionistin gilt) von dieser Richtung wieder stark abgegangen sind. Der von seinem Vorgänger angezettelte Irakkrieg war mittlerweile extrem unpopulär geworden und Obama hatte versprochen die US-Truppen abzuziehen und damit implizit natürlich auch, dass er vergleichbare Krieg selbst nicht würde führen wollen. Das wiederum führte dazu, dass der Kampf gegen den militanten Islamismus ohne Bodentruppen verstärkt mit geheimdienstlichen Methoden und auch durch Luftschläge geführt wurde. Dass für die Luftschläge im 21. Jh. dabei lieber unbemannte Flugzeuge ("Dronen") verwendet werden statt bemannte, ist meiner Auffassung nach eine rein technische Frage.

Das kann man natürlich alles für falsch halten, kritisch sehen und ablehnen, völlig legitim. Aber es stellt sich natürlich die Frage, wie man stattdessen verhindern will, dass sich islamistische Terroristen in bestimmten Gebieten der Welt sichere Rückzugsräume schaffen, von denen aus sie dann den Rest der Welt bedrohen. Einfach die Grenzen dicht machen und sich gegenüber den Kriegs- und Krisengebieten der islamischen Welt abschotten ist ja, so wird uns ebenfalls unentwegt gepredigt, auch keine Lösung.

Ich persönlich habe von Obama keine übermäßig hohe Meinung. Ich finde und fand damals schon, dass der Nobelpreis völig ungerechtfertigt ist und denke, dass er als unterdurchschnittlicher US-Präsident in die Geschichte eingehen wird (wenn auch besser als sein Vorgänger). Ich finde aber auch, dass ein Teil der Kritik sachlich zumindest in der Form einfach nicht gerechtfertigt ist. "Imperialist und Kriegstreiber" geht definitiv zu weit.

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03.03.2017 13:32 DerBoeseWicht ist offline Beiträge von DerBoeseWicht suchen Nehmen Sie DerBoeseWicht in Ihre Freundesliste auf
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