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Zum Ende der Seite springen Selbstwertgefühl / gebraucht werden / geachtet werden / Geborgenheit spüren
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joejelliss joejelliss ist männlich
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Selbstwertgefühl / gebraucht werden / geachtet werden / Geborgenheit spüren Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich bin joejelliss und bin 30 Jahre alt.
Ich habe sehr starke seelische Probleme mit Suizid Gedanken.

Ich habe eine leichte körperliche und eine leicht Lernbehinderung. Trotzdem habe ich es geschafft 2004 den Hauptschulabschluss zu erreichen und so auf den ersten Arbeitsmarkt zu kommen.
Das Arbeitsamt wollte mich damals aufgrund eines zweistündigen psychologischen Tests in eine Behindertenwerkstätte schicken. Das haben damals meine Eltern und ich nicht eingesehen und so kam es das ich bis 2007 eine überbetriebliche "Ausbildung" zur Bürokraft gemacht habe.
Seitdem arbeite ich in einer Firma und bin dort in der Verwaltung tätig. Anfangs gab man mir einfache Aufgaben die zwar lästig waren und manchmal auch sehr ermüdend. Dann mit der Zeit gab man mir weitere Aufgaben die ich meiner Meinung nach gut bewältigen konnte. Dann kam eine Zeit wo die Chefs mich als Systemadministrator der Firma haben wollten. Da mir das persönlich sehr viel Spaß macht, habe ich natürlich zugesagt. Dann kam irgendwann die Zeit wo man mir Stück für Stück Aufgaben entzogen hat. Teils sehr direkt, teils nicht so direkt (nach einem Urlaub etc.). In beiden Situationen hat man weder mit mir gesprochen, noch habe ich nachgefragt. Nun ist es so das ich zwei Chefs und einen direkten Vorgesetzten habe der mir letztes Jahr sagte das er mich nicht als Systemadministrator haben möchte da ich Dinge vergessen würde etc. Er hat eine externe Firma eingesetzt um den Job zu machen. Heute mache ich nur noch zwei Aufgaben als Bürokraft und nebenbei darf ich mal hier das eine Monitorkabel austauschen oder das kleine Problem lösen. Mir traut man also nichts mehr zu.
Das was ich jetzt beschrieben habe passt zeitlich nicht so Ganz in die heutige Sicht. Das Ganze ging so über Jahre. Schließlich kam es das ich mir selbst nichts mehr zugetraut habe. Ich weiß nicht was ich kann oder nicht kann.

Ich bekomme zu Hause meine eigene Wohnung nicht mehr in den Griff, räume nicht auf / bzw. weg). Mein Umfeld ist es leid mir zu helfen und zu helfen und dann zu sehen das es doch zwei Wochen später wieder so aussieht wie immer.

Seit Ende der Probezeit war schon für mich klar, das der Betrieb nichts für mich ist. Trotzdem habe ich mich nirgendwo anders beworben aus Angst das es einerseits noch schlimmer kommen könnte und andererseits weil ich die Befürchtung habe nicht gebraucht zu werden.
Ein Mensch mit einer Behinderung der noch nicht mal zu 100% den (damaligen) Bürokaufmann gemacht hat - ist doch nichts wert auf dem Arbeitsmarkt.

Ich hatte die Tage ein Telefongespräch mit meinem Bruder, er sagte mir das ich es kaum schaffen würde wenn noch nicht mal seine Frau (die ein weitaus höheren Bildungsabschluss hat und einen Master hat) einen Arbeitsplatz findet.

Nicht nur diese Aussage von meinem Bruder frustriert mich sehr, sondern auch - das er Recht hat.

Was bin ich in der Gesellschaft wert? Definiere ich mich nur durch meine Arbeit?
Ich vermute schon. Mein Alltag sieht so aus das ich keinerlei Freunde habe. Täglich um vier Uhr morgens aufstehe um dann um sechs Uhr auf der Arbeit zu sein, dann habe ich um 14:30 Uhr Schluss und bin (wenn es gut läuft) um 16 Uhr zu Hause, oft ist es sogar 17 Uhr oder sogar 18 Uhr.

Es frustriert mich das ich meinem Bruder keine Antwort auf die Frage was mich denn an der Arbeit so störe - geben konnte. Es frustriert mich einfach alles.

Ich fange einfach "scheinbar" grundlos an zu weinen und ich weiß nicht warum.

Ich möchte gerne in dem IT Bereich arbeiten, werde aber durch die Vordertür dort nie reinkommen da ich einfach keine Qualifikation / Bildungsabschluss etc. habe.

Ich habe aber auch Angst meine jetzige Arbeit, so schlecht es mir geht, zu verlieren. Denn dann, habe ich nichts mehr. Laut meinem Umfeld ist das keine Option. Absolut nicht. Nach dem Motto das ich da NIE wieder raus komme.
Ich habe nebenbei eine kleine Einzelfirma, hier habe ich ein paar Webhosting Kunden. Gerade habe ich einen Webdesign Auftrag und schon sagt mein Bruder das ich mich auf zu viele Sachen stürze, hier DJ Technik, da Einzelfirma, hier Hauptjob, etc.

Wie gesagt, mich frustriert einfach Alles momentan. Das sich mein (kleines) Umfeld von mir verabschiedet, das ich mich von meinem (kleinen) Umfeld verabschiede / auseinanderlebe).

Ich habe letztens meinem Vater einen "Einlauf" gegeben das er doch gar nicht mehr fragen müsse wie es mir geht. Ich möchte ihn nicht immer belügen. Er weiß das es mir seit etlichen Jahren schlecht geht.
Dann kurz darauf tut es mir unheimlich leid, denn er meinte es doch nur gut.

Ich habe Angst das ich total verbittert werde,
ich habe Angst das mir meine Wohnung weggenommen wird,
ich habe Angst das ich in meiner Freiheit beraubt werde (durch meine Wohnungssituation),
ich habe Angst das ich in ein betreutes Wohnen komme,
ich habe Angst, ich habe Angst und ich habe noch viel mehr Angst. Angst - vor Menschen.

Es tut mir leid, ich kann den Post nicht mit einer konkreten Fragestellung abschließen.
Montag habe ich Urlaub und ich habe auch davor wieder Angst. Angst wenn ich wieder aus dem Urlaub komme das ich die Kündigung auf dem Schreibtisch habe.

Ich bin ein sehr sensibler Mensch, ich hasse es in irgendeine "Schublade" eingeordnet zu werden. Aber ich habe gewisse "Neigungen und Vorlieben" und auch (einige nennen es Fetisch (ich nenne es "Lebenseinstellung"). Ich habe Angst das jemand in meine Wohnung kommt und diese Dinge sieht.
Einen Strampler, Kuscheltiere, Kinderbettwäsche.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe Angst davor das ich Angst habe. Ich weiß das hört sich krank an. Ich bin auch krank.

Ich teste gerade Tiefenpsychologie mit einem Psychologen aus. Ich glaube jedoch nicht das es die richtige Art ist. Auch Verhaltenstherapie ist meiner Meinung nach nicht das richtige.
Aber was dann?

Es gibt Tage, (an Wochenenden z.B.) da denke ich mir, "Mensch, du hast doch gar keine Probleme." Oder "schlimmer kann es doch nicht werden, also pack es an...". Aber dann - ist alles wieder dahin.

Ich möchte nicht mein Leben beenden. Aber ich sehe logisch keine andere Alternative.
Ich habe Angst es zu tun. Ich habe Angst das es nicht funktioniert und das ich dann direkt "weggesperrt" werde und entmündigt und und und. Menschen können grausam sein. Das sieht man in der Welt überall.

Gründe weshalb ich mein Leben nicht beenden möchte.

- Ich höre gerne Musik und verliere mich in ihr.
......


Andere Gründe - fallen mir nicht ein. Auch das, macht mir Angst.

Ob ich mich selbst liebe?
Nein, warum auch. Für alles musste ich kämpfen in meinem Leben (mehr innerlich) / Nein, ich will kein Mitleid erregen. Bitte das auf keinen Fall falsch verstehen.

Ich musste bis zu meinem 14. Lebensjahr eine tägliche Therapie mit machen. Außer an Wochenenden.
Immer höher, immer schneller, immer weiter.

Irgendwann ist stopp, ich konnte nicht mehr und wollte nicht mehr.
Denn, ich wollte - leben. Das was man leben nennen konnte.

Für mich sind die Stufen des Lebens

1, 2, 3, ........ 14 - bis heute.
Es - "fehlen" essenziell Wichtige. Heute kann ich sie nicht mehr "nachholen". Denn wird in der Gesellschaft als "zurückgeblieben" betrachtet wenn ich gerne in einen Indoorspielplatz gehe um herumzutoben und zu spielen.

Auch davor habe ich Angst, als zurückgeblieben "abgestempelt" zu werden.
Ich habe schon genug Stempel. Einen muss ich jeden Tag in Bus und Bahn vorzeigen. Meinen Schwerbehindertenausweis.

__________________
Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.
17.11.2016 20:40 joejelliss ist offline E-Mail an joejelliss senden Beiträge von joejelliss suchen Nehmen Sie joejelliss in Ihre Freundesliste auf
rien
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Hallo,
erlerntes Wissen, also Schulbildung, hat absolut nichts mit Intelligenz zu tun.
Intelligenz ist immer: Erlerntes auf unbekannte Situationen richtig anzuwenden.

Warum hast du Angst?
Angst davor was andere über dich sagen?

Du hast ne Wohnung und Arbeit, erstmal egal wie sie aussieht, in beiden Fällen.

Zieh einfach deinen Stiefel durch.
Wenn es sein muß, rücksichtslos.
Denn es geht um dich und dein Leben.

Grüßle
18.11.2016 06:05 rien ist offline Beiträge von rien suchen Nehmen Sie rien in Ihre Freundesliste auf
shila
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Hallo joejelliss,

das klingt bei dir nach einer ganz tiefen Depression und auch nach einer Angststörung.
Ich kann sehr viele deiner Gedankengänge bzw. Gefühle nachvollziehen.
Bekommst du denn Medikamente zur Stabilisierung?

Wie lange testest du denn die Therapie schon? Denn sowas braucht ja Zeit. Viel Zeit. Jahre ...

Ich wünsch dir weiterhin viel Kraft.
Nicht aufgeben!

shila

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18.11.2016 10:50 shila ist offline Beiträge von shila suchen Nehmen Sie shila in Ihre Freundesliste auf
joejelliss joejelliss ist männlich
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Hallo,

ja - mein Neurologe hat mittlerweile drei Mal gewechselt und ich muss wieder "von neu anfangen" zu berichten/erzählen.
Das nervt.
Ja, ich habe Medikamente, die ich seit ca. 2 Monaten nicht mehr nehme.

Denn die Medikamente trüben die Sicht auf vieles. Vieles ist mir ohne die Medikamente erst klar geworden, was früher "vernebelt" wurde. Nur durch die Einnahme kann sich nichts ändern.

Aber, das tut es vermutlich so auch nicht.

Ich weiß im Moment nicht weiter.


@rien: Ja - mir war und ist immer und fast ausschließlich sehr wichtig was andere über mich denken.

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Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von joejelliss: 18.11.2016 23:05.

18.11.2016 22:43 joejelliss ist offline E-Mail an joejelliss senden Beiträge von joejelliss suchen Nehmen Sie joejelliss in Ihre Freundesliste auf
rien
mieser finsterling

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Diese Eigenschaft verhindert deine eigene Entwicklung.
19.11.2016 08:02 rien ist offline Beiträge von rien suchen Nehmen Sie rien in Ihre Freundesliste auf
shila
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Was könnte es denn (aus deiner Sicht) geben, was dir im Moment helfen oder gut tun könnte?

Was wünscht du dir?

Warst du in letzter Zeit auch mal stationär in Behandlung?

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20.11.2016 11:48 shila ist offline Beiträge von shila suchen Nehmen Sie shila in Ihre Freundesliste auf
DerBoeseWicht
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Erstmal, Respekt. Daumen hoch Du hast unter schwierigen Bedingungen einen Schulabschluss gemacht und einen Job bekommen, außerdem arbeitest Du nebenbei auch noch als Selbstständiger. Das sind alles Dinge, die zu erreichen nicht einfach waren und auf die Du mit Recht stolz sein kannst. smile

Viele Leute haben derzeit im Beruflichen Probleme und bei fast allen nagt das am Selbstbewusstsein. In der öffentlichen Diskussion werden sie als Versager abgestempelt. Frag mal Deine Schwägerin, wie sie sich fühlt! Die hat fünf Jahre studiert und einen Master-Abschluss gemacht, was für sie auch nicht einfach war, und bekommt auf dem Arbeitsmarkt trotzdem keinen Fuß in die Tür. Das ist kein Einzelfall. Die Erosion der arbeitenden Mittelschicht ist ein in der gesamten westlichen Welt zu beobachtendes Phänomen, das mittlweriwele bereits Wahlen entscheidet. Alles bloß Versager? Ja, so wird es halt hingestellt.


Zitat:
Es frustriert mich das ich meinem Bruder keine Antwort auf die Frage was mich denn an der Arbeit so störe - geben konnte.
Die meisten Menschen haben Probleme sich spontan angemessen zu artikulieren, da bist Du nicht alleine. Hier in Deinem Beitrag aber hast Du sehr gut beschrieben, was Dich an Deiner Arbeit stört: Dir werden Stück für Stück immer mehr Befungisse und Kompetenzen entzogen, "Begründungen" erfährst Du, wenn überhaupt, erst Monate später, und Tätigkeiten, die Deinen Interessen und Fähigkeiten entsprechen würden, bekommst Du in der Ecke, in die man Dich immer mehr abdrängt, auch nicht mehr.

Ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, wenn zwischen der externen Firma und Deinem Vorgesetzten irgendeine eine Verbindung bestehen würde, also wenn z.B. der Chef von der Firma ein guter Bekannter, Freund oder Verwandter von Deinem Vorgesetzten wäre. Man hätte Dich dann schnell als jemanden indentifiziert, der ohnehin nicht richtig "dazu gehört" und den man deshalb relativ mühelos hinter seinem Rücken die Schäfchen davontreiben kann.


Zitat:
Gerade habe ich einen Webdesign Auftrag und schon sagt mein Bruder das ich mich auf zu viele Sachen stürze, hier DJ Technik, da Einzelfirma, hier Hauptjob, etc.
Ganz unrecht hat er damit nicht, die zusätzliche Arbeit ist auf jeden Fall auch eine zusätzliche Belastung. Ich finde aber, dass Du Deine Selbstständigkentätigkeit auf jeden Fall weiterverfolgen solltest. Es geht dabei ja nicht nur um das Geld. Wenn Du einen Kunden gewinnst, für den Du eine Arbeit erledigen sollst, er Dir sein Geld gibt und für Folgeaufträge zu Dir zurückkommt, Dich vielleicht sogar weiterempfiehlt, dann weißt Du, dass Du gute Arbeit geleistet haben musst. Diese Gefühl kann Dir niemand mehr nehmen, egel wie es in Deinem bisherigen Job oder auch privat vielleicht weitergehen mag. Du kannst etwas leisten!

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Die Lebensführung ist eine Kunst, eine auf wissenschaftlicher Grundlage beruhende freie, schöpferische Tätigkeit.
22.11.2016 10:29 DerBoeseWicht ist offline Beiträge von DerBoeseWicht suchen Nehmen Sie DerBoeseWicht in Ihre Freundesliste auf
lizard lizard ist männlich
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Ahoi,

dass du's durchziehst und hier 'n langen Text schreibst ist 'ne feine Sache.
Du suchst nach Antworten und Lösungen für deine Probleme.

Du willst dich nicht umbringen.
Du willst, dass es dir besser geht.

Und ohne jetzt zu viel zu wiederholen was schon geschrieben wurde:

Zitat:
Definiere ich mich nur durch meine Arbeit? Ich vermute schon.


Das ist in meinen Augen ein Riesenfehler (den ich auch oft genug mache).

Man ist nämlich nicht das, was man tut. Man existiert nicht für seinen Arbeitgeber (auch wenn der eine oder andere das sicher gerne so hätte).
Dein Leben ist dein Leben - und du hast immer die Chance es auch zu nutzen.
Auch wenn du den ganzen Tag arbeiten musst, kommst du ja doch abends nach Hause, setzt dich hin und machst die Musik an.

Genieß diesen Moment.

Und zu dem ,was andere Leute von dir denken - ich weiß, dass es praktisch unmöglich ist, sich nicht davon beeinflussen zu lassen.
Aber so in sich zu ruhen, dass man Kritik konstruktiver oder destruktiver Art registriert, gegebenenfalls umsetzt und sonst raus filtert, ist ein hoch gestecktes aber realistisches Ziel. (rien praktiziert das schon sehr lange so großes Grinsen )

Was mir spontan einfällt:
Wenn du Angst hast, etwas zu vergessen (auf der Arbeit oder zuhause was weg zu räumen) mach dir 'ne To-Do-Liste.
Wenn du Angst hast verbittert zu werden versuch aktiv Gespräche mit deinem Umfeld zu führen, die "angenehme" Themen beinhalten (auch wenn's noch so oberflächlich ist, es entspannt doch ungemein auch mal über nichts zu reden IMHO).
Wenn du einfach Angst hast, versuch doch mal zu meditieren. Auch wenn du das für New Age - Hippie - Quatsch halten solltest, es hilft ungemein dabei ruhiger zu werden - und weniger ängstlich.

Außerdem: Indoor-Spielplätze mit Erwachsenen-Toben sind der Hammer. Jeder, der etwas anderes behauptet, hat kein Herz.

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22.11.2016 15:56 lizard ist offline Beiträge von lizard suchen Nehmen Sie lizard in Ihre Freundesliste auf
joejelliss joejelliss ist männlich
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Zitat:
Original von shila
....
Warst du in letzter Zeit auch mal stationär in Behandlung?


Nein war ich nicht.
Ich habe mal einen Vorstellungstermin in einer Tagesklinik gehabt, da kam dann raus das ich mich jeden Donnerstag hätte melden müssen damit ich weiter auf der Warteliste stehe.
Außerdem wäre das nichts für mich. Kunsttherapie, etc. etc.
Gesprächstherapie als "Nebensache". Ich hab nach dem Vorstellungsgespräch gar nicht erst angefangen mich jede Woche zu melden.

Zitat:
Original von lizard
.......
Auch wenn du das für New Age - Hippie - Quatsch halten solltest, es hilft ungemein dabei ruhiger zu werden - und weniger ängstlich.


Das sehe ich absolut nicht als "New Age oder Hippie Quatsch" an.
Ich beschäftige mich mit Hypnose, ich möchte Techniken erlernen und selbst anwenden.
Sei es zur Selbsthypnose (Einschlafen, Luzide Träume, etc.) Aber auch um es bei guten Freunden anwenden zu können.

Ich habe mich eine Zeit lang auch mit "Klarträumen" beschäftigt.
"Sowas" halte ich also nicht für "quatsch". Es funktioniert zwar natürlich nicht so wie im Film Inception, aber möglich ist es.

Ich möchte gerne so vieles lernen. Mich interessiert Psychologie.
Das kommt nicht von ungefähr :-).

Ganz wichtig für mich ist (in der dunklen Jahreszeit) Licht. Ich mache es mir schön hell.

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23.11.2016 22:46 joejelliss ist offline E-Mail an joejelliss senden Beiträge von joejelliss suchen Nehmen Sie joejelliss in Ihre Freundesliste auf
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So, ich habe nun die zweite Woche Urlaub und fange an den bis Freitag jetzt noch ein bisschen zu genießen.

Es tut gut, nicht immer "darüber" nachdenken zu "müssen".
Ich freue mich darüber das ich ein kleines bisschen meine Wohnung aufräumen will, es etwas weihnachtlich gemütlich haben möchte und ich freue mich das ich Freitag zum Tobe Abend gehe. :-) :-)
Ich bräuchte eigentlich viel länger Urlaub.

(Ich kann meinen letzten Post leider nicht editieren) deshalb musste ich einen neuen Post machen.

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29.11.2016 07:50 joejelliss ist offline E-Mail an joejelliss senden Beiträge von joejelliss suchen Nehmen Sie joejelliss in Ihre Freundesliste auf
shila
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Hallo joejelliss!

Beiträge kann man immer nur 2 Stunden lang editieren. Danach kannst du einfach immer Neue schreiben. Alles gut so smile

Dein Beitrag von gerade klingt richtig gut, weißt du das? fröhlich
Du klingst gerade recht ausgeglichen und zufrieden und das freut mich!
Halte den Moment gut fest!

Liebe Grüße
shila

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29.11.2016 08:22 shila ist offline Beiträge von shila suchen Nehmen Sie shila in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

heute ist Freitag. Mein letzter Urlaubstag und heute hatte ich den fünften Termin bei dem Psychologen (fundierte Tiefenpsychologie).
Jetzt sind wir soweit "anzufangen". Ich soll meinen Hausarzt was ausfüllen lassen und dann ihm wieder einreichen. Dann kann die Therapie bei der Krankenkasse bewilligt werden
Er wollte von mir Arztberichte, Diagnosen, etc. damit er weiß "was Sache" ist.
Welche Behinderung diagnostiziert wurde, etc.

Es gibt keine neueren Befunde zu der Behinderung seit 1989. Dann habe ich ja bis 2003 die Therapie (BIBIC) gemacht. Nach der Therapie wurde aber nie ein Ré su mé gezogen.
Er will gerne wissen ob die Therapie erfolgreich war oder nicht. Was für eine Frage. Natürlich war sie "erfolgreich" und, natürlich war sie "nicht erfolgreich".
Erfolgreich in den Punkten das ich jetzt überhaupt in der Lage bin über verschiedene Aspekte in meinem Leben nachzudenken z.B.

Das kommt mir so ein bisschen wie "schwarz/weiß" vor. Das geht so nicht. Man hat keine einzelne Situation / Krankheit behandelt. Man hat einen Menschen mit Beeinträchtigungen therapiert.

Ich habe ihm gesagt das mein Umfeld (Eltern, Bruder) es so sehen das ich meine Behinderung nicht akzeptieren würde. Das habe ich verneint, ich glaube sehr wohl meine Defizite zu kennen. Daraufhin meinte er das er ein SPZ (sozial pädagigsches Zentrum) vorschlagen würde um abzuklären welche Stärken und Schwäschen ich denn habe. Einen IQ Test usw.

Dabei habe ich erstmal Antipathie empfunden.
Denn, eventuell will ich das gar nicht so genau wissen wie andere mich sehen. Zum anderen will ich nicht nach dem "Standartmuster" in "Schubladen" einsortiert werden. Ein IQ Test sagt doch nichts über die Intelligenz eines Menschen aus, sondern nur über Schulwissen, oder?

Ich habe wieder Angst, Angst "einsortiert" zu werden.

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02.12.2016 14:12 joejelliss ist offline E-Mail an joejelliss senden Beiträge von joejelliss suchen Nehmen Sie joejelliss in Ihre Freundesliste auf
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Ein "richtiger" IQ Test sagt sehr wohl etwas über die Intelligenz aus.
Es geht dort nicht um Schulwissen, sondern auch kognitive Fähigkeiten.

Das hat sehr wenig mit Tests zu tun, die du hier im Netz findest.

Intelligenz hat nichts mit erlerntem Wissen zu tun,
sondern das Erlernte auf unbekannte, neue Situationen
richtig anzuwenden.
03.12.2016 05:29 rien ist offline Beiträge von rien suchen Nehmen Sie rien in Ihre Freundesliste auf
DerBoeseWicht
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Zitat:
Ein IQ Test sagt doch nichts über die Intelligenz eines Menschen aus, sondern nur über Schulwissen, oder?
Tatsächlich ist das innerhalb der psychologischen Fachwelt extrem umstritten! Das reicht von der Extremmeinung, dass ein IQ-Test objekitv Deine Intelligenz misst, bis hin zu der Extremmeinung, dass ein IQ-Test praktisch keine Aussagekraft besitzt. (Für Details solltest Du vielleicht Namenlos fragen?)

Die Wahrheit iegt wohl irgendwo dazwischen. Aber wo?

Meine persönliche Meinung ist, dass das Gehirn ein Muskel ist, wie jeder andere auch. Wenn Du ihn nicht benutzt, verkümmert er. Wenn Du ihn häufig in für Dich ungewohnten Situationen antstrengen musst, wird er geschmeidig und kraftvoll sein!

Ich mag übrigens Deine Art Probleme anzugehen. Du magst formelll nicht überdurchschnittlich gebildet sein, aber Du fasst Problemstellungen differenziert und ausgewogen auf, versuchst bescheiden und realistisch zu bleiben und vertraust Dir selbst und Deinen natürlichen Instinkten. Daumen hoch

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von DerBoeseWicht: 07.12.2016 22:13.

07.12.2016 22:11 DerBoeseWicht ist offline Beiträge von DerBoeseWicht suchen Nehmen Sie DerBoeseWicht in Ihre Freundesliste auf
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@DerBoeseWicht - großes Grinsen Zur Stelle!

Die IQ-Sache ist irgendwie schwierig. Meine Lieblings-Definition: "Intelligenz ist, was der Test misst."
Es gibt sehr unterschiedliche Theorien und Ideen darüber, was Intelligenz ist, was es bedeutet, intelligent zu sein. Und entsprechend unterscheiden sich auch die Tests sehr stark.
Was sie alle nicht wollen: Schulwissen abfragen.
Einige tun das an einigen Stellen aber trotzdem, weil sie davon ausgehen, dass Wissen (eher Allgemeinbildungs-Zeug) in einem gewissen Maß etwas über die Fähigkeit zu lernen (= ein möglicher Teil von Intelligenz) aussagt (und weil es super schwierig ist, Tests ohne Wissensfragen zu entwickeln). Andere Tests gehen anders vor (sprachfreie Tests enthalten z.B. immer schonmal weniger vorwissensbasierte Aufgaben, sind aber zum Identifizieren von "Stärken und Schwächen", wie der Therapeut sagte, eher nicht so gut geeignet).

Ob so ein Test nun sinnvoll ist oder nicht ist zum einen abhängig von der Situation und dem Zweck, den er erfüllen soll (bei dir, joejelliss, sowas wie Berufseignung oder so?) und die persönliche Einstellung.
Ich hab dazu keine gefestigte Haltung; ich finde es schwierig, dass so oft einfach "routinemäßig" mal der IQ getestet wird. Gleichzeitig schadet es aber irgendwie auch nicht direkt (außer dem Selbstbewusstsein, wenn der Test besser oder schlechter als erwartet/erhofft ausfällt - aber man muss sich die Ergebnisse nicht mitteilen lassen).
Wenn du noch konkreter irgendwas zu IQ-Testung oder einem konkreten Test oder so wissen willst, frag einfach. smile


Was mir sonst noch einfällt:
Du hast deine Medikamente ungefähr im September abgesetzt, oder? Je nachdem, was du genommen hast, ist das taktisch ein eher ungünstiger Zeitpunkt, weil es der Psyche durch die Dunkelheit meistens eh schlechter geht im Winter... Falls du drüber nachdenkst, da nochmal was zu ändern: Absetzten immer im Frühling, April oder so smile

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Namenlos: 08.12.2016 16:18.

08.12.2016 16:16 Namenlos ist offline E-Mail an Namenlos senden Beiträge von Namenlos suchen Nehmen Sie Namenlos in Ihre Freundesliste auf
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...meine Absicht war nicht, die Diskussion hier jetzt tot zu schlagen :/

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Ich glaube nicht, dass das an Dir liegt. Dass hier im Forum ein neues Mitglied mehr als eine handvoll Beiträge verfasst, bevor es wieder verschwindet, dürfte mittlerweile mehrere Jahre her sein. Es besteht halt kein Interesse, Foren sind out.

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12.01.2017 11:35 DerBoeseWicht ist offline Beiträge von DerBoeseWicht suchen Nehmen Sie DerBoeseWicht in Ihre Freundesliste auf
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Themenstarter Thema begonnen von joejelliss
Warum bin ich heute aufgestanden? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

es tut mir leid das ich mich solange nicht mehr gemeldet habe.
Es ist nun mal wieder soweit :-(

Ich weiß nicht warum ich heute morgen aufgestanden bin.
Gestern auf der Arbeit hab ich mich aus lauter Frust und Traurigkeit auf der Toilette eingeschlossen und angefangen zu heulen. Weil es einfach nicht mehr ging.
Auf der Arbeit komme ich mir so verarscht vor.
Ich stehe jeden Morgen um vier Uhr nachts auf damit ich um sechs Uhr anfangen kann zu arbeiten. Dann höre ich um 14:30 Uhr auf und bin (wenn es gut läuft) um 16 Uhr zu Hause. Alles das nur damit ich am Tag zwei Aufgaben erledige. Die Wareneingänge bearbeiten und die Eingangspost stempeln und die Daten erfassen. Sonst nichts. Es gab mal eine Zeit wo ich gebraucht wurde und wo ich glaube wertgeschätzt zu werden. Aber die Zeiten sind vorbei. Nicht zuletzt deshalb da ich nicht mehr "Admin" bin sondern die externe Firma mit der ich das zusammen "machen muss". Unser kaufmännischer Leiter wirft mir immer wieder vor das ich "Sachen meiner ToDo Liste" vergesse. Das ist auch leider zum Teil so. Dann gab man mir den Tipp die Dinge aufzuschreiben. Aber das ist auch keine Lösung. Ich weiß nicht warum, aber ich vergesse Dinge einfach. Das mache ich nicht bewusst, es ... ist einfach so.
Gestern habe ich eine halbe Stunde lang auf meinen ersten Bus gewartet, der kam nicht. Dann habe ich meine Anschlussbahn zwanzig Minuten später verpasst. Dann nach insgesamt einer dreiviertel Stunde Wartezeit kam der nächste (erste) Bus. Normalerweise kenne ich mich absolut nicht so. Ich musste mich wirklich zusammen reißen nicht den Busfahrer "fertig zu machen" und aus dem Bus zu fliegen. Es hat mich gestern enorm genervt das ich jeden um mich rum nur noch mit Handy in der Hand in Bussen und Bahnen sah. Selbst beim aussteigen guckt man nicht mal nach vorne ob ein Gegenüber kommt. Nein, man muss auf solche Leute achten. Sie gehören hoffentlich bald zu einer aussterbenden Art. Es regen mich einfach zunehmend immer mehr und immer öfter Kleinigkeiten auf die mich "auf die Palme bringen".

Privat habe ich dem Chef von dem Indoorspielplatz zwei Plakatentwürfe zukommen lassen.. Das ist jetzt zwei Monate her. Kurz danach habe ich ihm per E-Mail die Entwürfe vorgestellt. Daraufhin bekam ich keinerlei Antwort. Anfang der Woche habe ich ihm dann noch eine E-Mail geschrieben das ich gerne mal mit ihm sprechen würde.
Ich möchte mit ihm besprechen das ich irgendwie helfen möchte. Ich kann leider nicht hauptberuflich mit oder für Kinder arbeiten. Nebenberuflich auch nicht. Aber ich möchte mich irgendwie nützlich machen. Von meinem Wunsch weiß er zwar nichts. Aber ich habe ihm alles offen gelegt, gefragt wann ich ihm am Besten erreichen kann, ihm meine Nummer gegeben, etc. Er kann mir doch wenigstens mal zurückschreiben oder?

Gestern war ich mit meinem Vater und Bekannten Essen. Da fragte die Bekannte mich ob ich denn "immer noch am Computer säße". Ich sagte - ja das ich chatte (Lüge). Dann fragte sie ob ich mich denn auch mal mit den Leuten treffen würde. Daraufhin meinte ich nur "nein".

Ich glaube ich will mit Menschen nichts zu tun haben und Menschen wollen nichts mit mir zutun haben.

Ich habe gestern richtig geheult. Ich konnte nicht mehr. Ich war schon um 11 Uhr fertig mit meiner Arbeit und hätte gehen können. Aber - nein. Das ging natürlich nicht.

Nein, ich frage mittlerweile nach 10 Jahren nicht mehr nach Arbeit wie unsere Auszubildende. Denn dann war es früher "natürlich" immer so das ich Arbeiten bekam wie "abheften, abheften, abheften". Zwar Arbeit die getan werden muss, aber nie mal Arbeit die auch ein bisschen "fordert" / "höherwertig ist".

Stattdessen mache ich mir Gedanken über "Gott und die Welt" das ich mich vor meinem inneren Auge schon im Segufix sehe und ich sowas "nur gemein" finden würde. Humane Fixierung. Damit werben die. In meinen Augen gibt es sowas nicht. Jeder will instinktiv frei sein. Körperlich und geistig, direkt und indirekt. Hilfe annehmen. Ich habe vor ein paar Monaten eine "Tiefenpsychologie" noch innerhalb der ersten fünf Sitzungen abgebrochen. Irgendwie will ich eine gewisse Art von Hilfe annehmen.
Aber teils zeigt mir das auch immer wieder das "Hilfe annehmen" auch Verzicht heißt. Ich musste immer Hilfe annehmen. Meine ganze Therapie in der Kindheit lang. Ohne das ich je "nein" sagen konnte oder später durfte. Ich vermute das ich aufgehört habe weil der Therapeut gerne Befunde, Ergebnisse von Untersuchungen usw. haben wollte und neue Befunde mittels SPZ (Sozialpädagogisches Zentrum) anfordern wollte wie "weit ich denn bin". In wie weit man mich belasten kann, wie weit ich "zurückgeblieben" bin etc. etc. etc. Ich glaube ich hatte einfach Angst vor den Ergebnissen. Denn, vielleicht kann ich ja doch nichts. Vielleicht kann ich wirklich nichts. Nicht um sonst kann ich erst seit 2010 richtig die Analoge Uhr lesen. Nicht um sonst gibt es für das kleine 1x1 Taschenrechner :-) :-).

Ich möchte nicht in so einer Welt leben wo noch die Todes"strafe" angewendet wird durch Giftspritze.
Ist der Tod wirklich eine Strafe. Sollte ich die Hoffnung / die Befürchtung haben das es nach dem Tod "weitergeht"?. Freiwillig würde ich sofort "ja" sagen dazu.

Trotzdem ich das eigentlich "glaube nicht zu wollen". Habe ich mir wieder mal gestern etliche Gedanken darum gemacht wie ich es denn nun machen sollte. Brücke, Zug, Messer, oder doch Holzkohle und luftdichter Raum.

Ich entschuldige mich jetzt schon mal das ich diese Gedanken laut äußere. Vermutlich ist das "strafbar" oder ein Tabu oder sonst was. (Scheiß drauf).

Warum bin ich heute aufgestanden? Warum stehe ich jeden Tag auf. Ich weiß es nicht mehr. Wenn ich nicht gebraucht werde und ich das Gefühl habe nicht gebraucht zu werden. Wenn ich mich nicht "einbinden" kann. Wenn ich mich nicht entfalten kann. Warum leben wir dann? Warum lebe ich dann?

Ich will hier garantiert kein Mitleid "erhaschen". Ihr müsst auch nicht antworten. Ich möchte das nur mal aufschreiben. Mein Freund will davon nichts hören, meine Eltern sage ich sowas "logischerweise" nicht. Und sonst - Freunde fallen mir keine ein.

Nächste Woche Freitag ist wieder der Ü18 Tobeabend. Eigentlich macht es mir Spaß jedes Mal dahin zu gehen. Aber, dieses Mal habe ich keine Vorfreude. Gar nichts. Ich höre gerne Musik, nicht nur bestimmte Musik. Jetzt nicht mehr.

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Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.
29.04.2017 11:16 joejelliss ist offline E-Mail an joejelliss senden Beiträge von joejelliss suchen Nehmen Sie joejelliss in Ihre Freundesliste auf
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